Das Zelt im Audimax

Seit Montag Nachmittag steht ein Zelt im Audimax. Es soll darauf aufmerksam machen, dass in vielen Bachelor-Studiengängen die Arbeitsbelastung so hoch ist, dass man eigentlich in der Uni übernachten müsste, um all die abverlangten Leistungen zu erfüllen und sich entsprechend auf Vorlesungen und Seminare vorzubereiten bzw. diese nachzubereiten - ein 200-Stunden-Bildungsmarathon.
Das Zelt sollte rund um die Uhr besetzt werden, um zu ermöglichen, dass die an der Aktion beteiligten Studierenden, die an sie gestellten zeitlichen Anforderungen zu erfüllen können. Leider hat sich nach 4 Tagen herausgestellt, dass dies nicht möglich ist, weshalb das Zelt jetzt auch zwischenzeitig unbesetzt ist.

Zelt_im_audimax

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Impressionen

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Bildungsdrama

Vielleicht seid ihr in den letzten drei Tagen auch in einer eurer Vorlesungen vom Bildungstod besucht worden oder Freunde haben euch davon berichtet, wie die Namen und Lebensgeschichten von mehreren Studierenden verlesen wurden, die daraufhin vom Tod mitgenommen wurden. Was hat diese Aktion zu bedeuten?
Diese Studierenden sind symbolisch „gestorben“ für die vielen Studierenden, die ihr Studium in Thüringen und auch in ganz Deutschland jährlich abbrechen (müssen). Die Gründe dafür können ganz unterschiedlich sein – von psychischem Stress und Leistungsdruck bis hin zu fehlender oder plötzlich weg brechender Studienfinanzierung oder plötzlich anfallenden Gebühren, die der Studierende nicht mehr aufbringen kann.
Das „Bildungsdrama“ soll sich auf künstlerische Art und Weise mit diesem Problem auseinandersetzen und zeigen , dass es sich dabei nicht um Einzelfälle handelt.Vor dem Humboldt auf dem Pflaster findet ihr die Umrisse der „Bildungsleichen“ und im Obergeschoss den „Bildungsfriedhof“, wo ihr auf Grabsteinen noch einmal die Schicksale der „Verstorbenen“ nachlesen könnt.

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Ein Licht für deine Stimme

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Kommentar zu #unibrennt und der Demokratie

Statt dessen, ihr gelebter Slogan: “Wir machen es selbst”.
Und hier beginnen sich die Geister der Öffentlichkeit zu scheiden. Denn Menschen, welche noch nie ein Werkzeug der digitalen sozialen Medien, ob facebook, twitter oä genutzt haben, muß deren Organisations- und Kommunikationsstil völlig unverständlich sein.
Hier gibt es weder Redaktionsschluß, noch können “die anderen” von der Kommunikation ausgeschlossen werden. “Zurückreden” , sowie eigene Ideen und Initiativen einbringen, völlige Transparenz einfordern, und sich in Sekundenschnelle über das Wesentliche informieren, das ist jetzt plötzlich Prinzip. Jeder, der dabei sein will, ist sofort mittendrin. Weil es keine zentral steuernde Mitte gibt.
Das kann man nicht erklären, da muß man dabeisein, um dieses gewaltige Potential zu erahnen.

 

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Wie ein Satz das Studentenleben direkt verändert.

Gestern auf der Informations- und Diskussionsveranstaltung zu den Plänen des neuen Spracheninstitutes wurde viel geredet. 

Aber ein Satz unseres Prorektors Jürgen Petzoldt ist uns allen im Gedächtnis hängen geblieben: 
"Es gibt an dieser Universität keine Anwesenheitspflicht." 
Es ist doch schon seltsam, wie viele Übungsleiter trotzdem ihre tollen Listen führen. Ab jetzt werden sich all diese Übungsleiter und Seminarleiter immer diesen einen Satz anhören müssen: "Es gibt an dieser Universität keine Anwesenheitspflicht." (Petzoldt, 25.11.2009, Audimax der TU Ilmenau)

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Einige unserer Forderungen finden Unterstützung bei unserem Rektor.

Die Kritik der Studenten teilt Peter Scharff, Rektor der Technischen Universität Ilmenau. Auch aus den Reihen seiner Professoren wird das enge "curriculare Korsett", der enge Studienplan, ohne Gestaltungsfreiräume beklagt. "Zügig studieren ist die eine Seite, aber wir wollen auch Kompetenzen fördern, die außerhalb des vorgegebenen Stoffs liegen", sagt Scharff. Ihm schwebt nicht der Fachidiot vor, sondern der universell gebildete Mensch, der Kreativität frei entwickeln kann und später umfassend qualifiziert seine Führungsrolle ausfüllt.

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Unsere Forderungen. (Stand: 25.11.)

Wir fordern…

1. Studieren statt Punkte jagen

* Masterplätze für alle Bachelor
* Realisierbarkeit der Regelstudienzeit gewährleisten
* Reduzierung und sinnvollte Verteilung der Leistungspunkte nach realisierbaren Maßstäben
* Reduzierung der Semesterwochenstunden

2. Kostenfreie Bildung statt soziale Selektion

* Keine Studiengebühren – weder offene noch versteckte
* Elternunabhängiges BAföG
* Ende der Konkurrenz und des Leistungsprinzips
* Alle Sprachkurse weiterhin kostenfrei anbieten
* Sozioökonomische Gleichheit und individuelle Freiheit

3. Selbstbestimmung statt Lernfabrik

* NC als selektives Mittel abschaffen
* Abkehr von der Verschulung – für freie Studiengestaltung
* Abschaffung der Anwesenheitspflicht
* Umsetzung alternativer Bildungsansätze
* Realisierung des lebenslangen Lernens: Abschaffung von Senioren- und Gasthörergebühren

4. Demokratie statt Bürokratie

* Hochschulrat abschaffen
* Akkreditierung überdenken und nachbessern
* Kompetenzbeschneidung der Hochschulleitung
* Förderung der Gremienarbeit
* Mehr Mitbestimmung im Bildungssystem
* Zugang zu BAföG erleichtern
* Allgemeinpolitisches Mandat

5. Forschung und Lehre statt Betteln

* vollständige Ausfinanzierung der TU Ilmenau
* gute Studienbedingungen statt Hochschulgebühren
* gerechte Hochschulfinanzierung
* Schluss mit Mittelverschwendung für Antragsbürokratie

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